Biegsamer Bildschirm von Sony

29. Mai 2010 | Von Matze | Kategorie: Bunte Kiste

(c) Margot Kessler/pixelio, www.pixelio.de

… Die Zukunft ist zum biegen nahe …

Sony hat es geschafft: Ein Bildschirm so dünn wie ein Haar und so flexibel, dass er um einen Stift gewickelt werden kann. Wie das geht? Er besteht nicht aus Silizium sondern aus organischen Stoffen, wie zum Beispiel peri-Xanthenoxanthen. Die Auflösung liegt bei 432 x 240 Pixeln, die Bildschirmdiagonale bei vier Zoll (10,2 Zentimeter).

Sehr schön: Da waren die frühen Versuche mit dem Klon-Schaf ja doch noch zu was gut. Okay – ist zwar kein geklontes Herz bei raus gekommen… Aber immerhin ein biegsames Display – das ist ja auch schon mal was. Was genau, weiß übrigens noch keiner. Denn wozu das Ding gut ist, weiß auch noch keiner.  Der Bildschirm soll zwar in Handys zum Einsatz kommen. Aber was hab ich davon, wenn ich mir meine Mattscheibe um den Stift wickeln kann? Ich meine: Schreib mal ´ne SMS auf einem Stift – viel Spaß! Da ist es wahrscheinlich leichter und schneller, den Stift selbst zu benutzen.

Aber irgendwem wird schon noch einfallen, wozu diese Erfindung gut ist. Schließlich hat Sony zunächst nur einen Prototypen hergestellt. Und der wird wie eine Gardine immer wieder hübsch auf und abgewickelt. Tja: Vorbei die Zeiten, in denen es noch hieß: “Ist der Fernseher aus?”. Bald schon heißt es: “Hast Du den Fernseher zusammengefaltet?”.

Dafür können völlig neue Werbeflächen erschlossen werden: Auf dem Unterarm erklärt uns dann die Tante Danone, warum der Joghurt so lecker ist, die Stirn kann an Pedi-Gree vermietet werden und das linke Knie rezitiert den Raiffaisen-Slogan. Und wer weiß, vielleicht kann ich mir meine Filme ja demnächst gleich aus der Fernsehzeitung ansehen und brauch gar keinen TV mehr dazu. Oder wie wäre es mit YouTube aus der Zeitung? Okay – ich gebe zu, dass das ziemlich futuristisch klingt. Aber ein organischer Bildschirm zum um den Stift rollen – mal ganz ehrlich: Da hätte ich schon ´ne ganze Menge Kraut rauchen müssen um auf sowas zu kommen. Die Zukunft holt uns halt schneller ein, als wir laufen können.

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