Filmkritik Das A-Team

22. August 2010 | Von Matze | Kategorie: Super 8 & Vinyl

(c) vivito/pixelio, www.pixelio.de

… Problem gelöst …

Wer kennt es nicht – das A-Team? Gut, persönlich vielleicht nicht, aber die Serie aus den späten 80ern bestimmt. Das A-Team waren Haniball, Face, Murdock und B.A. – die modernen Robin Hood´s mit dem mega Improvisationsvermögen. Genauso wie Mac Gyver aus einem Kaugummie und seinem Zehennagel ein UFO bauen konnte, haben diese 4 Helden irgendwie alles in eine Waffe verwandelt. Erst heute habe ich eine alte Folge der Serie gesehen, in der die den Wald gepimpt haben.

So – und jetzt gibbet den Kinofilm. Und natürlich hab ich mir den nicht entgehen lassen. Also: Vorhang auf für das A-Team!

Zunächst werden die Charaktere vorgestellt. Der neue Face und der neue B.A. stehen den Originalen aus der Serie in nichts nach. Die beiden habe ich sofort als “würdige” Besetzungsnachfolger akzeptiert. Der neue Murdock kann den Verrückten sehr gut spielen, aber das Gesicht passte mir irgendwie nicht zu der Figur. Hannibal sah sich selbst gar nicht ähnlich und konnte während des gesamten Verlauf des Films auch nicht die typische “Ka Bisch – Ich bin Chef und hab alles im Griff”-Ausstrahlung rüber bringen. Der Schlussplan am Ende des Films kommt nicht mal von Hannibal…

Soviel zu den Charakteren. Jetzt zur Story. Die ist schnell erzählt – und auch wieder nicht. Der Film spielt zeitlich gesehen natürlich nicht in den 80ern, stellt aber chronologisch gesehen die Zeit vor der Serie dar und erklärt den Werdegang des Teams vom sich Kennenlernen bis zum Zeitpunkt, zu dem sie reingelegt worden waren.

Mit einer unglaublich guten Mischung aus Situationskomik, Slapstick, dummen Sprüchen und unkonventionellen Handlungen nimmt einen der Film auf eine bunte und irrsinnig kreative Verfolgungsjagd von den USA nach Deutschland und wieder zurück mit. Hier geben sich Sprüche wie “Sie versuchen den Panzer zu fliegen” die Hand mit Szenen einer Currywurst essenden alten Frau, die sich vor Lachen nicht mehr einkriegt, als ihr auf einem See mit Sprengstoff angelnder Mann vom herunterfallenden Panzer aus dem Boot geschmissen wird.

Allerdings: Wieso sieht man in dem Film den Kölner Dom in Frankfurt stehen? Na liebe Hollywood-Produzenten: Wer war denn da der Geographie-6er?

Das Finale des Films ist zwar nicht ganz so, wie man es vom A-Team gewohnt ist (nix wird gebastelt oder gepimpt und die Helden kommen sogar noch in arge Bedrängnis). Aber trotzdem – oder gerade deshalb? – ist der Schluss super spannend.

Alles in allem kann ich den Film unbedingt empfehlen und “Das A-Team – Der Film” bekommt daher von mir 9 von 10 Punkten.

Tags: , , , ,

Ein Kommentar auf "Filmkritik Das A-Team"

  1. Badegast sagt:

    Fand den Film auch sehr gut,

    hatte alelrdings schon das Gefühl dass sie stark zu Hannibal aufgeschaut haben, schon allein da er ja lange Zeit im Film ihr militärischer Vorgesetzter ist und ihr Vertrauen hat.

Schreibe einen Kommentar