Filmkritik Ironman 2

12. Mai 2010 | Von Matze | Kategorie: Super 8 & Vinyl

(c) vivito/pixelio, www.pixelio.de

… Endlich mal eine Fortsetzung ohne Untertitel …

Gestern hab ich auch endlich die heiß erwartete Fortsetzung von Ironman gesehen. Mal von der etwas zu stark stilisierten Rachestory und dem für Fortsetzungen typischen “Phönix aus der Asche”-Syndrom abgesehen, hat mich der Film gut unterhalten. Ein wenig schade ist die klassische schwarz/weiß-Belegung der Charaktere: Der Bösewicht ist ein Russe und natürlich ist der Gute ein Amerikaner. Der Paps vom Bösen war selbstverständlich auch ein fieser Mopp und der Paps vom Guten war logischer Weise auch der Gute… Aber wenn man erst einmal in das Ironman-Universum abgetaucht ist (und der Streifen macht es einem leicht), wird man feststellen, dass der Film logisch durchdacht ist und keine Unstimmigkeiten aufweist. Auch der dramaturgische Aufbau stimmt: Zum Einen knüpft der Film direkt an das Ende des ersten Teils an (nur aus der Sicht des Russen beschrieben). Zum Anderen ist das Finale wirklich spannend und mit schön vielen Explosionen, Kampfszenen und aussagekräftigen Bildern gespickt. Natürlich ziehen sich mehrere Fäden feinen und auch etwas derberen Humors durch den gesamten Film und lockern das Ganze gut auf.

Gleichzeitig haben die Filmemacher es geschafft, noch ein paar sozialkritische Themen anzuschneiden:
- Einfluss von Rüstungsunternehmen
- was mache ich, wenn ich nicht mehr lange zu leben habe?

Ein kurzes Wort zu den Darstellern:

- Natürlich schlüpft Ironman wieder in die Rolle von Robert Downey Jr. Nein – ich habe mich nicht verschrieben. Die Reihenfolge ist richtig gewählt und sagt alles über die gute Leistung des Schauspielers aus.

- Bei Plastic-Face Mickey Rourke war ich zunächst etwas skeptisch, ob der überhaupt eine Gesichtsregung zustande bekommt. Aber den irre klugen, eiskalten Russen spielt er wirklich sehr überzeugend. Kleiner Tipp am Rande für alle, die Popcorn zum Film kaufen: Esst das Zeug schnell auf, bevor Mickey das erste Mal grinst – also ich hab danach meine Knabbertüte nicht mehr angerührt.

- Dann gibt´s natürlich die gute Gwyneth, die auch weiterhin an der Seite von Mr. Stark steht und in dem Film dankenswerter Weise einen ebenbürtigen Gegenpol zum Hauptdarsteller abliefert. Dadurch gewinnt das Ganze noch ein wenig an Fahrt.

- Jetzt die Überraschung (zumindest für mich): Samuel L. Jackson macht da auch mit – und zwar als das, was er am Besten kann: Den unnahbaren, unheimlich coolen und ultra geheimen Obermotz spielen. Der gute hat zwar nur einen kurzen “Gastauftritt” – aber auch das trägt zum Gesamtbild des Films bei.

- Zum Schluss bleibt noch Scarlett Johansson: Mal vom gelockten brünetten Haupthaar und dem Gesicht abgesehen, wusste ich gar nicht so recht, was ich von der Frau halten sollte – mal nur so viel verraten: Bruce Lee, Jet Lee und alle anderen Lees zusammen können sich, was die Kampfart angeht, ganz schön was abgucken – Junge: die hatte vielleicht ein paar Skills drauf…

Alles in allem hat mir der Film gut gefallen, die Besetzung war toll und auf meiner Weiterempfehlungsskala (von 1 = schlecht bis 10 = gut) bekommt Ironmann 2 von mir glatte 8,1 Punkte (was für meine Ansprüche die Schulnote 2 bedeutet).

Wer den ersten Teil gut fand: Den zweiten Teil ansehen!

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