Nordische Chroniken (II)

10. Juli 2010 | Von Matze | Kategorie: Bunte Kiste

(c) Matze

…The Arrivel …

Der nächste Tag war überschrieben mit der Telefoniererei zu Werkstätten (inklusive der Homie-Werkstatt), dem Viertelfinalspiel Schland gegen die Verlierer und der Fahrt vom Zielort zum Zielort.

Um eines mal gleich vorweg zu nehmen: Mein mittlerweile zum Spielverderber mutierter Fabia blinkt noch immer gelb und eine Werkstatt ist immer noch nicht in Sicht. Wenigstens hat mir mein in Deutschland firmierender Werkstätter zu verstehen gegeben, dass es tatsächlich möglich ist, dass das Lämpchen aus Spaß an der Freud fröhlich vor sich hin leuchtet (vielleicht ´ne Umschulung zur Leuchtturmdiode???). Und sollte doch etwas geschrottet sein, würde es wohl durch weitere Fahrten vorerst nicht noch mehr kaputt gehen. Gut: Das hätten wir… schon mal nicht…geklärt.

Nach unserer täglich etwa 8-stündigen Ohnmacht gegen späten Abend waren wir nun also am Morgen von Favang (nahe Lillehammer im wilden Westen der Schweiz) etwa 250 km weiter nach Olden (nahe Geiranger) gefahren. Na? Haben es alle gemerkt oder war keiner mehr wach? Lillehammer liegt natürlich nicht in der Schweiz, sondern in Norwegen (wollte nur mal schauen, ob ihr das merkt). Hier konnten gleich 2 Herausforderungen gemeistert werden:

  1. Das gelbe Lämpchen – das personifizierte Böse. Ich nenne es jetzt einfach mal Horst (meiner Meinung nach hat es sich einen Namen verdient).
  2. Das Timing – schließlich wollte keiner das WM-Spiel verpassen.

Um stolze 16:15 Uhr waren wir dann endlich in Olden. Richtig – unsere Jungs hatten da schon lange Spaß auf dem Rasen. Aber ans Hüttenstürmen war erst mal noch nicht zu denken. Erst mal haben alle Schlüsselsuchen gespielt. Als sich dann endlich der Schlüssel zu Onkel Tom´s Hütte bereit erklärt hatte, seinen Aufenthaltsort preiszugeben, konnten wir die Steilwand zum Domizil erklimmen. Und das meine ich jetzt ernst – mega krasse Steigung. Und die letzten gefühlten 200 Höhenmeter zur Hütte waren nur auf einem Trampelpfad ohne bereiften Untersatz zu erreichen gewesen. Um 16:50 Uhr schwang die Tür endlich auf. Sofort stürmten alle in da House und gingen richtig ab: Die Frauen beim Einräumen, die Männer beim Kriegsrat, wie der TV funktioniert. Pünktlich zur zweiten Halbzeit lief dann endlich das Bild und es konnte herzzerreißend mit den Löweranenern mitgefiebert werden.

Und zum krönenden Abschluss hatte unsere Truppe ja auch noch mit 4:0 gegen Diego Mandel Maradona gewonnen. Geiles Spiel, geiler Tag.

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