Spielball Alaska

9. Mai 2010 | Von Matze | Kategorie: Aha-Effekt

(c) Dieter Schütz/pixelio, www.pixelio.de

… Wer hat noch nicht? Wer will nochmal? …

Wer hätte das gedacht? Alaska, der 49. Bundesstaat der USA, ist erst seit 1959 ein solcher. Davor war es sowas ähnliches wie eine Exklave und davor in russischem Besitz. Ja – richtig gelesen. Alaska gehörte mal zu Russland. Genauer gesagt zum damaligen russischen Reich. Aber das ist noch nicht einmal das irrwitzige an der Geschichte: Am 30.03.1867 verkaufte der russische Zar Alexander, II. Alaska für gerade einmal 7,2 Millionen Doller an die USA (umgerechnet 0,0004 Cent je m²).

Soviel zur Geschichte. Jetzt zur Frage: Wieso verkauft jemand ein alle Kriterien eines Nationalpark erfüllendes Land an seinen klassischen Feind? Tja – eigentlich kann ich mir das nur so vorstellen, dass der russische Zar gerade beim entrümpeln war, als das passierte… Ja was haben wir denn heute alles auf der Liste? Mal sehen: Lehman Brother Aktien weiter kaufen oder verkaufen? Ach was soll´s? Verkaufen! Und wo ich schon mal dabei bin kann Alaska auch noch gleich weg.

Interessant an der Sache: Auch die Ami´s waren wohl nicht sehr glücklich mit Alaska – die haben ihrerseits nämlich ziemlich lange darüber debattiert, ob Alaska wirklich gekauft werden soll. Irgendwann war der Deal dann aber doch perfekt und plötzlich wusste keiner, wohin mit dem neuen Land.

Und jetzt, gerade mal läppische 143 Jahre später, fordert Russland Alaska zurück. Angeblich als neue Heimat für alle Ukrainer, die sich der “Wiederangliederung und Russifizierung der Ukraine” widersetzen, jedoch in einer ukrainischen Autonomie innerhalb Russlands leben wollen. Ja, hm… irgendwie ein wenig widersprüchlich… oder sehe nur ich das so? Naja – wie auch immer: Wem fällt da noch das Wort Deportation ein? Frei nach dem Motto: Du magst mich nich? Dann geh doch nach Alaska!

Und warum fällt den Russen das erst jetzt ein, nachdem dort gleich 2 riesige Erdölfelder gefunden worden sind?

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