Von Lehrern, Namen und Noten

24. August 2010 | Von Matze | Kategorie: Aha-Effekt

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… Namen beeinflussen die Notenvergabe …

Pädagogen von heute haben es schon nicht leicht: Gelangweilte, aggressive, über- oder unterforderte Kinder, genervte Eltern, von denen viele die Erziehung und Wertevermittlung des produzierten Nachwuchses den Lehrkräften überlassen und ein gesellschaftlicher Ruf, der auch nicht mehr das ist, was er mal war. Aber wer denkt, dass diese Aufzählung abschließend ist und jetzt alle Probleme einer Lehrerin oder eines Lehrers offenbart worden sind, liegt falsch.

Denn aus einer Studie über die Beeinflussung einer Lehrkraft bei der Notenvergabe allein durch den Namen des Schulkindes kam beachtliches heraus. In dem Test sind den Lehrkraftprobanten identische Aufsätze mit unterschiedlichen Namen zur Bewertung vorgelegt worden. Ergebnis: Der Aufsatz von Kevin ist deutlich schlechter ausgefallen, als der gleichlautende Aufsatz von Maximilian. Woran liegt das? An den allseits beliebten Vorurteilen. Es gibt negativ und positiv behaftete Namen. Und anscheinend fließt das unterbewusst auch in die Benotung in der Schule – hier Grundschule – ein.

Auch hat sich herausgestellt, dass sich die Namensbeeinflussung fast ausschließlich auf die xy-Chromosomenträger beschränkt. Insgesamt sollen Jungs also durchschnittlich negativer von Lehrerinnen und Lehrern betrachtet werden als Mädchen. Und so schlussfolgert die Wissenschaft aus der Studie weiter, dass der Leistungs- und Qualitätsunterschied zwischen den Geschlechtern vielleicht nur in den Köpfen der Lehrkräfte existiert.

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Ein Kommentar auf "Von Lehrern, Namen und Noten"

  1. Badegast sagt:

    Nee,

    wenn man die Kinder kennt relativiert sich das sehr schnell. Alelrdings geben die Namen sehr häufig schon eine Menge preis. Ausnamen (welch Wortwitz) besttigen aber die Regel. Meine beste Schülerin in Englisch hat nen Namen der sie eigentlich abschießen müsste.

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